Vorsicht vor dem Tabellenletzten: Scutro will Spitzenplatz in der March verteidigen
Vor der Auswärtshürde am Samstagabend beim TSV March herrscht bei den Handballerinnen der SG Scutro zwar Zuversicht, aber auch eine gesunde Portion Vorsicht. Trotz der Tabellenführung, die man sich durch den 35:27 Sieg gegen Waldkirch/Denzlingen erarbeitet hat, ist der Weg zur Meisterschaft noch nicht am Ziel. Die Tabellensituation in der Landesliga bleibt trügerisch: Mit 26:4 Punkten steht die Mannschaft von Oliver Kronenwitter zwar ganz oben, doch die Konkurrenz aus Freiburg schläft nicht. Der TSV Alemannia Freiburg Zähringen und die SF Eintracht Freiburg lauern mit nur wenigen Minuspunkten Abstand auf jeden Fehler der Spielgemeinschaft. Dass die Verfolger sich am letzten Spieltag im direkten Duell gegenseitig die Punkte wegnehmen, nützt der SG Scutro nur dann, wenn sie ihre eigenen Hausaufgaben konsequent erledigt.
Für die SG Scutro bedeutet dies, dass die Partie beim vermeintlichen Außenseiter kein Selbstläufer werden darf. Dass der TSV March deutlich stärker einzuschätzen ist, als es der zehnte Tabellenplatz vermuten lässt, zeigen die Ergebnisse der Gastgeberinnen. Mit einem respektablen 22:22 gegen die SG Ohlsbach/Elgersweier/Zunsweier und einer denkbar knappen 25:27 Niederlage gegen den Meisterschaftsaspiranten SF Eintracht Freiburg hat March bewiesen, dass sie auch gegen die Top Teams der Liga bestehen können. Ein Ausrutscher könnte die harte Arbeit der Rückrunde gefährden und den Druck vor den letzten Partien massiv erhöhen. Trainer Kronenwitter mahnte bereits nach dem vergangenen Wochenende zur Wachsamkeit in der Defensive. Nachlässigkeiten, die man sich im Endspurt nicht erlauben kann.
Interessant wird dabei das Duell der Spielphilosophien, Während der TSV March mit Franziska Birmele eine klare Fixpunkte Spielerin in seinen Reihen weiß, die mit 89 Treffern die vereinsinterne Torschützenliste anführt, besticht die SG Scutro durch ihre enorme mannschaftliche Geschlossenheit. Mit einem breiten Kader, in dem sich die Verantwortung auf zwölf torgefährliche Spielerinnen verteilt, ist der Tabellenführer für jede Abwehr extrem schwer auszurechnen. Diese Breite soll auch am Samstag der Schlüssel sein, um gegen die unbequemen Gastgeberinnen die Ruhe zu bewahren. Die Marschroute ist klar, die Konzentration über 60 Minuten hochhalten, zwei Punkte entführen und die Verfolger weiterhin unter Zugzwang setzen. Anpfiff in der Sporthalle March ist am Samstag um 18:00 Uhr.